Update von Kabel-FRED(i)´s mit dem PiLocoBuffer
Lösung mit PiLocoBuffer und Tool von Pal Olsen
Verschiedentlich wurde ich angesprochen, ob es möglich ist, mit dem PiLocoBuffer Updates von Kabel-FRED(i)´s vorzunehmen. Der Wunsch kam u. a. daher, weil man die neue „Silencer“-Funktion (Abschaltung aller Funktionen durch 5 Sekunden Drücken der STOP-Taste = Ruhe im Schattenbahnhof) nutzen möchte.
Zunächst einmal, der PiLocoBuffer wäre nicht das „Schweizer Taschenmesser für das Loconet“, wenn er das nicht könnte. Also, ja, der PiLocoBuffer kann das.
Das dies relativ einfach möglich ist haben wir einmal mehr Pal Olsen zu verdanken. Er hat dazu schon vor längerer Zeit ein neues Tool entwickelt, um FRED(i)´s (und andere IPL-fähige Loconet-Geräte) einfacher zu aktualisieren.
Um das auf dem PiLocoBuffer machen zu können, muss zunächst das Tool heruntergeladen werden und man braucht natürlich auch die .dmf-Datei mit der letzten Software-Version für die Kabel-FRED(i)´s. Dann muss man in der Lage sein, über einen Konsolenbefehl auf dem PiLocoBuffer das Update zu starten.
Das alles ist natürlich nicht jedermanns Sache. Für diejenigen, die sich das Zutrauen habe ich das Verfahren nachfolgend im Detail beschrieben.
Update Schritt für Schritt
WICHTIG!
Es können nur Kabel-FRED(i)´s mit dem Prozessor ATMEGA 328P-PU ein Update auf diese Weise bekommen.
Ich gehe bei der Beschreibung davon aus, das man mit Bildschirm, Tastatur und Maus auf dem PiLocoBuffer arbeitet oder sich mit RNVC mit dem Raspberry Pi verbunden hat.
Außerdem befindet sich der PiLocoBuffer in einem Loconet mit Zentrale und der Kabel-FRED(i) ist mit dem Loconet verbunden.
Das sieht dann z. B. so aus wie auf dem Bild rechts.
1 = PiLocoBuffer (ReadytoGo-Version)
2 = Verbindung PiLocoBuffer > Loconet
3 = Verbindung Loconet > Zentrale
4 = FRED(i), der das Update bekommen soll
5 = Netzwerk- (Internet-) Verbindung
6 = Verbindung Monitor und Stromversorgung
7 = USB-Dongle für Tastatur/Maus
(Monitor/Tastatur/Maus sind optional, Alternativ Verbindung mit RVNC)
Schritt 1 ist der Download des Tools von Pal. Dazu ruft man im Browser des Raspberry Pi die Downloadseite bei Pal auf: https://www.paolsen.net/downloads/FremoIPL.jar
Daraufhin wird das Tool heruntergeladen und landet im Ordner „Downloads“ (genauer: /home/pi/Downloads).
Schritt 2 ist der Download der aktuellen Version der FRED(i)-Software. Dazu geht man im Browser des Raspberry Pi auf die Seite https://sourceforge.net/projects/fremodcc/ . Unter „Released“ findet man dann die letzte Version, in unserem Beispiel die „FREDi/fredi-2.4-atmega328p.dmf“
Durch einen Klick auf die den Downloadlink wird die .dmf heruntergeladen und landet dann ebenfalls im Ordner „Downloads“.
Nun ist es an der Zeit vom Browser in die Konsole zu wechseln, das geht mit
„cd /home/pi/Downloads“.
Bevor man nun die Befehlsfolge zum Start des Updates eingibt, sollte man einmal schauen, ob Tool und Update-Datei auch da sind. Das geht mit „ls“.
So sähe es gut aus.
Ist der Update-Kandidat nun verbunden, kann man mit der Befehlsfolge
„java -jar FremoIPL.jar -s localhost fredi-2.4-atmega328p.dmf“ das Update starten.
Das sieht dann so aus.
Der FRED(i) blinkt dabei dann „mit allem, was er hat“.
Ist das Update erfolgreich durchgelaufen, sehen wir das.
Nun kann man den FRED(i) vom Loconet trennen und ein paar Sekunden warten. Der FRED(i) sollte sich dann nrmal wieder verbinden und das zuvor zugewiesene Triebfahrzeug steuern.
Bleibt das „Lichtermeer“, sollte man einen neuen Selbsttest initiieren. Dazu steckt man den FRED(i) mit gedrücker STOP-Taste wie an das Loconet und hält die STOP-Taste fest, bis nach 5-6 Sekunden der Selbsttest startet. Diesen dann durchführen (alle Elemente einmal betätigen, beim Brake-FRED(i) aber NICHT den Umschalter).
Fertig, wenn alles gut gelaufen ist, hat an nun die neue Software auf dem FRED(i).
Wenn es nicht funktioniert hat, soll eine Wiederholung helfen. Bisher hat das Update bei mir immer auf Anhieb funktioniert, ich konnte das mit der Wiederholung also nicht testen.
Nur zur Sicherheit: Wer das macht, ist dafür verantwortlich. Ich habe versucht, das möglichst nachvollziehbar zu beschreiben, übernehme aber keine Haftung.
PiLocoBuffer in der Ready-to-Go-Version mit Tool und letzter Software-Version?
Diesbezüglich gab es bereits Anfragen. grundsätzlich ist das denkbar, die finale Abstimmung dazu steht noch aus.
