Übersicht über die WLAN-Handregler (WLFREDs). Wir sehen hier von links nach rechts:
WLFRED 4_8 (Nachfolger des wiFRED, verfügbar, erweiterte Funktionalität), WLFRED 1C (verfügbar), WLFRED 1B (verfügbar)
Grafik: Rüdiger Bäcker

Neue Softwarefunktionen bei WLFRED´s

Die WLFRED´s basieren aktuell auf der gleichen Hardware wie der wiFRED. Die neuen Varianten sind durch eine veränderte Hardwarebestückung und veränderte Software entstanden. Die WLFRED-Software basiert auf dem Stand mit den letzten Änderungen, die durch Pal Olsen und Heiko Rosemann implementiert wurden.
Darauf aufbauend habe ich einige Dinge grundlegend verändert, bzw. die Softwarestruktur etwas modifiziert oder auch neue Softwareteile, z. B. für die Bremsfunktionalität des WLFRED 1B entwickelt.
Durch die erstgenannten Änderungen, die Pal Olsen und Heiko Rosemann vorgenommen haben, weicht auch die grundlegende Software bereits in einigen Teilen von der Software ab, die zuletzt durch Detlef Born mit den wiFRED´s ausgeliefert wurde. Detlef hat auch eigene Modifikationen durchgeführt. Hier wird zu einem späteren Zeitpunkt zu prüfen sein, ob und wie der Softwarestand der wiFRED´s mit dem der WLFRED´s wieder harmonisiert werden kann. Probleme ergeben sich derzeit daraus aber keine.

Welche WLFRED´s haben eine neue Software?

Die Antwort: Alle, aber die neuen Funktionen unterscheiden sich etwas zwischen den einzelnen WLFRED-Varianten.

Der WLFRED 1R (Retroversion, nur Kleinauflage verfügbar, keine Sammelbestellung) wurde auf die Elementarfunktionen, analog zu denen des Ur-FRED (SLNTHR), reduziert.

Der WLFRED 1C und der WLFRED 1B haben umfassende Softwareerweiterungen bekommen.

Beim WLFRED 4_8 ist die Erweiterung der Software nur eingeschränkt möglich gewesen.

Was wurde grundsätzlich realisiert?

Es wurde beim WLFRED 1C und beim WLFRED 1B eine neue Taste „C“ für „CONFIG“ implementiert.

Beim WLFRED 4_8 übernimmt für einige Funktionen die Taste F0 den Einstieg in Konfigurationsfunktionen.

Die nachfolgenden Beschreibungen gelten für den WLFRED 1C und den WLFRED 1B. Das, was mit dem WLFRED 4_8 und dem Vorgänger wiFRED (ggf. via Update nachrüstbar) realisiert werden kann, wird separat beschrieben.

Grundsätzliche Aufteilung der Bedienelemente bei den WLFRED 1C und WLFRED 1B

Um die Gedanken, die hinter der Softwareerweiterung stehen besser, nachvollziehbar zu machen, soll zunächst einmal auf die grundsätzliche Aufteilung der Bedienelemente eingegangen werden.

Ich unterscheide dabei im Betrieb zwischen einem Fahrbereich und einem Schaltbereich. Der Hintergrund dabei ist, dass ich sicherstellen möchte, dass für jemand, der zum Schattenbahnhof kommt und einen Zug übernehmen soll, immer ein Basis-Fahrbetrieb möglich sein soll. Dies, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, was der Besitzer bezüglich Funktionstastenbelegung, Sounds oder speziellen Lokfunktionen implementiert hat. Will man den Zug fahren, soll man dies im eingeschalteten Grundzustand allein über die im Fahrbereich befindlichen Elemente wie Drehregler für Geschwindigkeit, Schalter für die Fahrtrichtung und im Notfall über die STOP-Taste machen können.
Alles, was darüber hinaus geht, findet über die Elemente im Schaltbereich statt.
Dabei gibt es auch eine einfache Lösung für den Fall, das man beim Fahren auf eine Taste kommt, z. B. einen Sound einschaltet aber (z. B. mangels Dokumentation durch den Besitzer am WLFRED) nicht weiß, wie das wieder aus geht. Dazu später mehr.

Aufteilung der Bereicher bei den Bedienelementen. Hier am Beispiel des WLFRED 1C.
Grafik: Rüdiger Bäcker

Grundsätzliche Funktion der Taste „C“

Die orangene Taste „C“ ist eine Einstiegstaste in die erweiterten Funktionen.
Dabei gibt es für schnell erreichbare, einfache Dinge in der Regel eine Tastenkombination, die durch die Taste „C“ mit einer anderen Taste zusammen funktioniert.
Will man weitergehende Funktionalitäten erreichen, sind i. d. R. mehrere Tastenbetätigungen nötig, teilweise noch mit zusätzlicher Quittierung, damit man da nicht aus Versehen etwas „kaputt spielt“.
Grundsätzlich kann man sagen, es ergeben sich durch die neue Taste „C“ und das dahinterliegende, erweiterte Softwarekonzept sehr umfangreiche Möglichkeiten. Einiges davon wird in der ersten ausgelieferten Serie bereits implementiert sein, manch anderes wird aber noch im Detail zu diskutieren sein und dann später Bestandteil von Updates sein.

Die neue Taste „C“ ist hier positioniert.
Grafik: Rüdiger Bäcker

Detailinformationen zu den neuen Funktionen

Grundinformation zur Darstellung:
Ich nutze in den nachfolgenden Skizzen eine blaue Umrandung zur Kennzeichnung einer gedrückten Taste. Ergänzt wird das durch eine Linie mit Pfeil(en), die auf die zu betätigenden Elemente zeigt, bzw. diese verbindet. Durch Zahlen wird die Reihenfolge gekennzeichnet, in der die Elemente zu bedienen sind und durch Text werden ggf. zusätzliche Informationen gegeben.

[1] “Silencer”-Funktion

Für alle Kabel-FRED(i)´s, außer dem Ur-FRED, steht via Update eine von Pal Olsen geschaffene Lösung zur Verfügung, die es ermöglicht, alle eingeschalteten Funktionen, z. B. den Sound, mit einem Tastendruck abzuschalten. So kann man z. B. Fehlbedienungen korrigieren und für Ruhe im (Schatten-) Bahnhof sorgen.

Aus Kompatibilitätsgründen zu den Kabel-FRED(i)´s habe ich diese Funktion auch 1:1 in den WLFRED´s implementiert. Dies funktioniert durch 5 Sekunden drücken der roten STOP-Taste. Damit werden alle Funktionen ausgeschaltet. Wird dies während der Fahrt gemacht, wird wie bei der in den Kabel-FRED(i)´s implementierten Funktion ein NOTHALT ausgeführt.

„Silencer“
Grafik: Rüdiger Bäcker

[2] Funktionsabschaltung während der Fahrt.

Es wurde gewünscht, die „Silencer“-Funktion ohne NOTHALT, also auch während der Fahrt, durchführen zu können. Ich habe daher zusätzlich eine Alternative implementiert, z. B. für den Fall, dass man beim Fahren auf eine Taste kommt, irgendwas einschaltet (z. B. Rangiergang) und das nicht wieder ausgeschaltet bekommt.

Bei den WLFRED´s drückt man die Taste “C”, hält die fest und tippt dann kurz auf die rote STOP-Taste. Dies bewirkt ebenfalls das Ausschalten aller Funktionen, jedoch ohne, dass das Triebfahrzeug einen NOTHALT ausführt.

Funktionsabschaltung während der Fahrt.
Grafik: Rüdiger Bäcker

[3] Wechsel zwischen Besitzermodus und Basic-Fahren

Um z. B. einen WLFRED 1B ohne die Bremsfunktionen im ganz normalen Fahrzeug-Steuerbetrieb zu nutzen oder beim WLFRED 1C von einer Besitzerkonfiguration auf den Normalbetrieb umzuschalten, wird die Taste „C“ zusammen mit der Taste SHIFT2 (weil die neben der Taste „C“ liegt) in Kombination mit F0 und F1 genutzt.
Beispiel: Alle „nicht-Standard“-Funktionalitäten/Besonderheiten ausschalten: Es wird dazu zunächst “C” UND “SHIFT2” gemeinsam gedrückt und dann innerhalb 5 Sekunden F0 = “AUS” (0). Man ist dann im „Benutzer-Normalmodus“ und der WLFRED verhält sich so, als hätte er gar keine besonderen Funktionen.
Will man das, was der Besitzer sich ausgedacht hat, bzw. was der WLFRED 1B im Bremsbetrieb kann, wieder einschalten, wird dazu zunächst wieder “C” UND “SHIFT2” gemeinsam gedrückt und dann innerhalb 5 Sekunden F1 = “EIN” (1).

Konkret am Beispiel des WLFRED 1B bedeutet das: Komme ich an den Schattenbahnhof, finde den WLFRED 1B mit Bremsfunktion vor, will aber normal fahren, nutze ich kurz die o. g. Kombination mit F0 zur Abschaltung des Bremsmodi und fahre ganz normal.

Es ist übrigens geplant, den Einstieg über „C“ und „SHIFT2“ noch über ein Rückmeldesignalbild der LED´s anzuzeigen. Hier gibt es noch Endabstimmungsbedarf, wie das harmonisch und passend zu den bisher schon vorhandenen Signalisierungen über die LED´s, wie sie z. T. bereits über den wiFRED etabliert wurden, umgesetzt werden kann.

Wechsel zwischen Benutzermodus und Basic-Fahren.
Grafik: Rüdiger Bäcker

[XX] Funktionen in weiterer Planung

Wie bereits erwähnt, gibt es diverse weitere Ideen und Möglichkeiten. An dieser Stelle nur grob skizziert, geht es dabei um solche Dinge wie die Umkehr der Funktion des Fahrtrichtung-Kippschalters nach dem Tauchen unter Modulen, Testweises Auslösen aller Funktionen und vieles andere mehr.
Interessant für den Betrieb mit mehreren Zentralenbereichen kann auch eine Zentralenumschaltung (z. B. via „C“ UND „F1“ für Zentralenbereich 1, „C“ UND „F2“ für Zentralenbereich etc.) sein. Dinge wie WLAN-Schnellscan und Neuverbindung ohne Neustart, Schnellverbindung mit PiLocoBuffer für einfache Änderung der Adresse des gesteuerten Triebfahrzeugs könnten weitere Stichworte sein.
Man sieht schon, Software lebt und in der Praxis gibt es auch immer wieder mal sinnvolle Ansätze für funktionale Erweiterungen. Bestimmt wird es nach und nach Updates für die WLFRED´s geben. Hier liegt auch noch ein Augenmerk auf einer, gegenüber der schon sehr einfachen Updatemöglichkeit der WLFRED´s (die mit dem wiFRED gelegte Basis ist da schon richtig gut), noch einfacheren Lösung via PiLocoBuffer.
Nun aber genug „Zukunftsmusik“.

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