Spachtelmasse aus Quarzsand

Überzug fĂŒr den Styrodur-Grundaufbau.
Die ĂŒbliche Methode zur Landschaftsgestaltung auf Modulen ist die Verwendung von Styrodur o. Ă€. fĂŒr den Landschaftsunterbau. Vor der weiteren Gestaltung, z. B. dem Begrasen, sollte das Styrodur einen Überzug mit einen Holzleim-/Farbgemisch oder mit Sandspachtel bekommen. Wie der Sandspachtel hergestellt wir, soll hier beschrieben werden.

Neben der Methode, den Styrodur-Unterbau mit einem Gemisch aus Holzleim und Farbe zu streichen, wie dies von Reinhard DĂŒppmeier geschrieben wurde, sind einige Module mit einer Spachtelmasse aus Quarzsand, Holzleim und Tiefengrund gespachtelt worden. Dieses Gemisch ist, nicht zuletzt durch die Beimischung von Tiefengrund nach dem Trocknen sehr widerstandsfĂ€hig. Trotzdem ? dafĂŒr sorgt der Holzleim ? beliebt eine gewisse GrundelastizitĂ€t erhalten, was bei Modulen natĂŒrlich auch nicht ganz unwichtig ist.

Bei der Herstellung kann auch direkt eine GrundfÀrbung vorgenommen werden, dann wird zusÀtzlich zu den beschriebenen Dingen auch gleich Abtönfarbe beigemischt.

Die Erstellung nun Schritt fĂŒr Schritt:

Die Zutaten im Überblick

[Bild: RĂŒdiger BĂ€cker]

Quarzsand gibt es ebenso, wie den Holzleim, den Tiefengrund und die Abtönfarbe in jedem Baumarkt zu kaufen.

[Bild: RĂŒdiger BĂ€cker]

Um die Herstellung reproduzierbar zu machen, werden die einzelnen Zutaten immer abgewogen, wobei kleine Abweichungen natĂŒrlich zulĂ€ssig sind. Ich benutzte eine KĂŒchenwaage, die nach HinzufĂŒgen einer Komponente immer wieder auf 0 zu stellen ist.

[Bild: RĂŒdiger BĂ€cker]

Als erstes kommt Quarzsand in die SchĂŒssel. Das ?Rezept? sagt aus, es sollen ca. 1500 g verwendet werden.

[Bild: RĂŒdiger BĂ€cker]

Dann folgen ca. 220 g Holzleim.

[Bild: RĂŒdiger BĂ€cker]

Tiefengrund kommt mit einem Anteil von ca. 70 g hinzu.

[Bild: RĂŒdiger BĂ€cker]

Dann wird die ganze Mischung gut durchgemixt.

[Bild: RĂŒdiger BĂ€cker]

Es entsteht eine relativ sÀmige, aber doch zÀhe und vor allem sehr klebrige Masse.

[Bild: RĂŒdiger BĂ€cker]

Bei der Farbgebung ist natĂŒrlich der eigenen KreativitĂ€t ein gewisser Freiraum gegeben. Am Ende sollte aber Braunton bei UntergrĂŒnden fĂŒr anschließende Begrasung herauskommen. Das ergibt sich bei etwa 32 g grĂŒner Farbe und ca. 70 g brauner Farbe.

[Bild: RĂŒdiger BĂ€cker]

So sieht das Endprodukt aus.

Wie schon eingangs beschrieben, erhĂ€lt man bei der hier beschriebenen Methode eine Spachtelmasse, die sich fĂŒr die Modulgestaltung sehr gut eignet. Wie zĂ€h die Masse hinterher wird, kann natĂŒrlich noch individuell durch Beimischung von mehr Quarzsand oder mehr Tiefengrund beeinflusst werden. Beim hier beschriebenen MischungsverhĂ€ltnis ergibt sich eine gerade noch streichfĂ€hige Masse, ideal fĂŒr den GrundĂŒberzug. Will man damit grĂ¶ĂŸere LĂŒcken fĂŒllen oder etwas modellieren, so sollte man etwas mehr Quarzsand hinzufĂŒgen.

Das MischungsverhĂ€ltnis fĂŒr die streichfĂ€hige Masse noch einmal im Überblick:
1500 g. Quarzsand
220 g Holzleim
70 g Tiefengrund
32 g grĂŒne Farbe
70 g braune Farbe

Nach dem Trocknen kann die OberflĂ€che geschliffen werden, so fest wird das Ganze. Farbliche Nuancen können durch besprĂŒhen, z. B. mit Marabu-Lacken erreicht werden.

WARNHINWEIS

Ganz zum Schluss noch eine Warnung. Man sollte beim AnrĂŒhren der Spachtelmasse darauf achten, den feinen Staub nicht einzuatmen. 

Auch die Warnhinweise beim Tiefengrundsollten beachtet werden.